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Hamburger Filmschaffende beim Internationalen Film Festival Hannover up and coming: Akim Trueller

Vom 21. bis 23. November 2019 findet das 15. Internationale Film Festival Hannover statt. Insgesamt 157 Filme aus 45 Ländern  werden gezeigt. Mit dabei sind auch Filmschaffende aus Hamburg. Das Mediennetz Hamburg hat mit einigen von ihnen gesprochen - über das Filmemachen, Filmfestivals und ihren Weg.

Stell dich doch mal kurz vor, wer bist du und was machst du?


Ich heiße Akim Trüller und bin Filmemacher aus Hamburg. Momentan mache ich meinen Master im Fachbereich Kamera an der Hamburg Media School. 

Mit welchem Film bist du beim up and coming dabei und worum gehts?

Der Film heißt "Falsehood". Es geht um einen jungen Mann aus Gambia, der nach Deutschland geflüchtet ist in der Hoffnung hier Geld für sich und seine Familie verdienen zu können. Der Druck von der Familie wächst, während er realisiert, dass es doch schwieriger wird als gedacht.

Erzähl uns etwas über den Hintergrund des Films. 

In den letzten Jahren habe ich viele Menschen kennengelernt, die ihre Heimat verlassen mussten, um ihren Lebensunterhalt für ihre Familie zu verdienen. Dieser Kurzfilm basiert auf ihren Erfahrungen und dem harten Dilemma, in dem sie stecken. Gedreht wurde an realen Drehorten, wie z.B. einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg, wo wir mit den echten Bewohnern vor Ort gedreht haben. Dadurch hat der Film eine besondere Authenzität bekommen.

Es sind intime Eindrücke in eine in Deutschland lebende Parallelgesellschaft, die man als Außenstehender nicht mitbekommen würde. 

Wie wichtig ist es für dich, deinen Film beim uac vor Publikum vorzustellen? 

Für mich ist es eine Ehre, dass so ein Film wie "Falsehood", der mit einem sehr kleinem Team von 4 Leuten realisiert wurde, nun auf großer Leinwand vor einem noch größerem Publikum gezeigt wird. Ich bin immer gespannt auf die Reaktionen und Meinungen von den Zuschauern und hoffe dass der Film es schafft den Horizont von uns allein ein kleines Stück zu erweitern. 

Wenn du an deinen bisherigen Weg als Filmemacher/in zurückdenkst, was hat dich da besonders vorangebracht? 

Übers Skateboarden, arbeiten in einer Postproduktion und nun nach einem Studium im Bereich Kamera an einer Filmhochschule, kann ich sagen, dass mir konstruktive Kritik von Leuten, deren Arbeit ich schätze, am meisten hilft. Selbst wenn es kleine oder freie Projekte sind, habe ich immer meinen engen Kreis, bei dem ich mir ein Feedback einfordere. In Ruhe selbstkritisch über die eigene Arbeit zu reflektieren hilft mir extrem um mich von Projekt zu Projekt zu verbessern. 

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg beim Festival!